AG 1 Verkehrsplanung

Arbeitsgruppenleitung

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach

Auftrag / Aufgaben

Im Vordergrund der Arbeit stehen inhaltlich, methodisch, instrumentell, prozessual und organisatorisch orientierte Arbeiten zur Sicherung eines zukunftsfähigen Verkehrs auf den Ebenen von Bund, Ländern, Regionen und Kommunen – unter Einbindung aller Verkehrsarten (Personen- und Güterverkehr) und aller Verkehrsmittel (motorisierter Individualverkehr, ÖPNV, nichtmotorisierter Verkehr, Straßen- und Schienengüterverkehr), aller Maßnahmenarten (Bau, Betrieb, Organisation/Management, monetäre und nicht-monetäre Anreize, Rechtsetzung, Information/Beratung) und aller Akteure (Gebietskörperschaften mit Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Infrastrukturunternehmen, Verkehrsunternehmen). Wichtige Themen sind Ziele, Instrumenet wie auch Organisation und Prozessee einer zukunftsfähigen Gestaltung von Verkehrssystemen.

Dabei finden demografische, soziale, wirtschaftsstrukturell und ökonomische sowie raumstrukturelle und technologische Entwicklungen ebenso Berücksichtigung wie Anforderungen aus Klimaschutz, Klimafolgenbewältigung, Ressourceneffizienz – insbesondere Energie. Unter den Methoden finden derzeit besonders Beachtung: Datenverfügbarkeit, Datenerhebung, Datenanalyse, Modellbildung im Personen- und Güterverkehr, Evaluationsverfahren, Verfahren des Qualitätsmanagements/Qualitätssicherung, integrierte Netzgestaltung, (dynamische) Bewertungs-/Beurteilungsverfahren, aber auch Beteiligungsformen und Methoden der Verkehrsentwicklungsplanung. Das Zusammenwirken verschiedener sektoraler Fachplanungen ist eine zusätzliche Anforderung an Methoden und Prozesse. Letztlich erfolgen die Arbeiten mit dem Ziel der Erstellung von Vorschlägen für das Vorgehen zur Erstellung von Strategiekonzepten und zur Entwicklung neuer Maßnahmen zur Gestaltung von Verkehrssystemen. Dies betrifft aktuell beispielsweise die Verkehrsentwicklungsplanung, die Konzeption intermodaler städtischer Verkehrsnetze, die Ausgestaltung eines "postfossilen Verkehrs", die Förderung der Nahmobilität, die Reflektion und Nutzung der Optionen des "Elektro-Verkehrs" und die Organisation des städtischen Wirtschaftsverkehrs.

Eine Aufgabe der AG 1 ist außerdem die maßgebliche Mitwirkung am Querschnittsausschuss QA 7 "Postfossiler Verkehr" und an der Kommission 5 "Güterverkehr". Außerdem werden neue Veröffentlichkeitsformate erarbeitet und getestet (z. B. "Wirkungen von Maßnahmen zur Umweltentlastung")

Die Arbeitsgruppe bestimmt in den alle drei bis vier Jahre stattfindenden Strategie-Workshops (zuletzt November 2012) die Problem- und Aufgabenstellungen für die weitere Arbeit sowie Arbeitsweisen und -organisation.